Beim Sex schützen Kondome - ohne ist daneben.
Sexuell übertragbare Krankheiten (sexuell übertragbare Infektionen = STI oder sexuelly transmitted diseases = STD) sind ansteckende Krankheiten, die hauptsächlich durch sexuelle Kontakte übertragen werden können. Im Anfangsstadium sind die meisten mit Erfolg behandelbar. Die durch Bakterien verursachten Infektionen sind dann auch heilbar. Nicht heilbar sind dagegen die Viruserkrankungen, aber hier lässt sich durch frühzeitige Diagnose (Erkennen und Feststellen einer Krankheit) und Behandlung oft ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern oder zumindest verlangsamen.
Eine rechtzeitige und erfolgreiche Behandlung von STD ist schwer, wenn die Betroffenen Frühsymptome nicht beachten, oder sich schämen, darüber zu reden und zu einer Ärztin oder Arzt zu gehen. Unbehandelt haben die meisten STD schwerwiegende Folgen. Chronische bakterielle Entzündungen der Geschlechtsorgane führen oft zu Unfruchtbarkeit. Unbehandelte STD, die mit Geschwüren oder eitrigem Sekret einhergehen, erhöhen das Risiko, sich mit dem HI-Virus anzustecken bzw. diese auf die Sexualpartner zu übertragen.
Wenn Sie vermuten, sich angesteckt zu haben, sollten Sie so rasch wie möglich einen Gynäkologen, Urologen Hautarzt (stehen unter Schweigepflicht), oder die Untersuchungs- und Beratungsstelle für sexuell übertragbare Krankheiten im Gesundheitsamt (anonym und kostenlos) Ihrer Stadt aufsuchen.
Bei den meisten STD ist eine Behandlung des Partners/der Partnerin unbedingt erforderlich, damit es nicht erneut zu einer Ansteckung kommt.
Sie selbst können eine Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten vermeiden, indem Sie "Safer Sex" praktizieren.
Safer Sex bedeutet vor allem die Anwendung von Kondomen bei Anal- und Vaginalsex sowie die Vermeidung eines Samenergusses im Mund. Diese Grundregel gilt auch bei allen anderen. Allerdings muss das Kondom/Femidom bei jedem Eindringen (vaginal, oral, anal) benutzt werden, und auch dann wenn kein Samenerguss stattfindet.